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Eine gute Teamarbeit zeichnet sich aus
durch Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft,
bestmöglichen Kundenservice und
Zuverlässigkeit.
Das dadurch entstehende "Wir-Gefühl" ist ein
Garant für den kontinuierlichen Erfolg eines
Unternehmens. Kunden reagieren äußerst
empfindlich gegenüber Misstönen und
Unstimmigkeiten.
Ein fröhlicher, humorvoller und lockerer Ton
im Studio sowie ein netter Umgang innerhalb
des Teams erzeugen dagegen ein Wohlgefühl.
Allerdings sollte auch dem Inhaber bewusst
sein, dass eine solche Harmonie nicht
unbedingt von allein entsteht. In der
klassischen Konstellation aus Inhaber/Chef,
Team und freien Mitarbeitern ist der
Teamgeist das Wichtigste. Er muss zusammen
erarbeitet werden.
Fair miteinander umgehen, auch das kleinste,
gelegentliche Mobbing zu unterdrücken,
sollte selbstverständlich sein und jeder
Einzelne ist gehalten, seine Arbeit in den
Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Doch wie
kann man dieses Ziel erreichen?
Ein Team zeichnet sich meist durch
unterschiedliche Charaktere aus. Die gleiche
fachliche Qualifikation und Kompetenz sind
hier zunächst eine wichtige Voraussetzung
dafür, dass "die Chemie" untereinander
stimmt. Außerdem darf es keine
Eifersüchteleien darüber geben, wer welchen
Kunden bedient, wer am häufigsten eingesetzt
wird, wer den Telefondienst übernimmt (und
damit entscheidend Termineintragungen
bestimmt) oder wer den günstigsten Platz im
Raum belegt. Für alle muss klar sein:
Diensteinteilung ist grundsätzlich
"Chefsache".
Klare Fronten schaffen
Um Einsicht und Verständnis für die Probleme
der anderen zu fördern, empfiehlt es sich,
regelmäßig (etwa alle 6 Wochen) mit dem Team
einen gemeinsamen zwanglosen Abend zu
verbringen. In diesem Rahmen lässt sich
lockerer diskutieren und so manche
Schwierigkeiten direkt an der Wurzel packen.
Die Teilnahme an solchen Treffen sollte
Pflicht sein.
Aber nicht nur sein Team, auch seine Kunden
muss man sich ein Stück weit "erziehen". Das
bedeutet: Als Inhaber muss man geschickt
Einfluss darauf nehmen, dass jeder Kunde von
jedem Mitarbeiter bedient werden kann. Die
Entstehung persönlicher Bindungen von Kunden
zu einem bestimmten Nail-Designer sollte man
höflich und freundlich unterbinden. So
vermeiden Sie ernste Schwierigkeiten, z.B.
für den Fall, dass aus irgendwelchen Gründen
ein Mitarbeiter das Team verlässt. Ich
spreche aus leidvoller Erfahrung: Fast immer
ist mit dem Mitarbeiter auch "sein"
Kundenstamm verloren gegangen. Nicht
wegzudenken, wenn zwei oder gar mehrere
Teammitglieder gemeinsam "ausscheren"! Eine
Möglichkeit zur Vermeidung eines solchen
"Gaus": Treffen Sie von Anfang an eine
vertragliche Regelung, nach der Sie einen
kleinen, vereinbarten Teil des Gehalts
einbehalten und auf einem speziell für
diesen Zweck angelegten Sparbuch einfrieren.
Wer die vertraglich geregelte Zeit der
Zusammenarbeit einhält, bekommt danach die
verzinste Summe ausbezahlt; wer früher geht,
verliert den Anspruch. Vertragsbrüche enden
fast immer mit gerichtlichen
Auseinandersetzungen, mit denen keinem
gedient ist. Daher wichtig: Regelungen
schriftlich fixieren!
Trotz all dieser Ratschläge gibt es leider
kein Patentrezept. Individuelles Geschick
und eine Portion Glück gehören unbedingt
dazu. Jedenfalls wünsche ich allen
Nail-Designern Freude an der Arbeit und dass
jeder von Ihnen dazu beiträgt, das Image der
Branche zu fördern, damit Kunden sich auf
den nächsten Termin bei Ihnen freuen.
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